Krankheiten

Krankheiten der Mongolischen Rennmaus:

Rote Krusten an Nase oder Augen ist KEIN Krankheitsanzeichen. Es handelt sich dabei um das Sekret aus der Harderschen Drüse. Sie haben also weder Schnupfen noch bluten sie aus Nase oder Augen. Nur übermäßig sollte es auch nicht auftreten, das könnte wieder auf eine Allergie hinweisen.

Bei einer ausgewogenen Ernährung werden die Rennmäuse selten krank. Bei Anzeichen von Erkältungskrankheiten empfehle ich verschiedene Teebeutel den Mäusen anzubieten. Von den Beutel werden die Klammern entfernt den Rest mit Hülle kann man den Mäusen geben. Hierbei dienlich sind Pfefferminztee, Kamillentee, Hagebuttentee, Kräutertee, Husten und Bronchialtee.

Trotz guter Pflege, gehört auch der Tod einer Rennmaus dazu. Trauer ist auch hier ganz normal. Das Wichtigste ist, dass die tote Maus schnellstens aus dem Terrarium genommen wird, da der Partner versucht das Nest sauber zu halten wird er den toten Partner anfressen, das muss ja nicht unbedingt sein. Sollte es trotzdem passieren, nehmen Sie es dem hinterbliebenen Mäuschen nicht übel, es ist in der freien Natur Überlebensnotwendig.

Die Rennmäuse können an verschiedenen Hauterkrankungen leiden. Manchmal handelt es sich nur um eine Allergie, anderes Mal um Ekzeme oder Parasiten.

Rennmäuse können unter Milben und Flöhen leiden. Dies kommt meist bei schlechter Haltung vor. Milben können allerdings auch durch Streu und Heu eingeschleppt werden. Das Beste ist hier den Arzt aufzusuchen, er wird ein geeignetes Mittel verschreiben.

Pilze sind auch eine häufige Erkrankung. Ein Pilz kann sehr hartnäckig sein und zeigt sich oft durch häufiges kratzen und kreisrunde haarlose Stellen. Mit einer geeigneten Tinktur ist er zu bekämpfen.

Tumore erkennt man an Hautverdickungen. Diese kann auch nur der Tierarzt genauer bestimmen und Ihnen sagen ob der Tumor bösartig ist und wie es Ihrem Tier geht. Bitte warten Sie nicht zu lange sondern entscheiden Sie hier im Wohle für das Tier. Die am meisten vorkommende Tumor Art ist der Duftdrüsentumor.

Augenerkrankungen verschiedener Art können auch nur vom Tierarzt diagnostiziert werden.

Bei Kopfschiefhaltungen ist meist das Ohr betroffen. Hier sollte ebenfalls schnell der Tierarzt aufgesucht werden, da es sich um eine Mittelohrentzündung handeln kann, die für das Tier sehr schmerzhaft ist.

Die Rennmäuse neigen auch zu Epilepsieanfälle. Meistens tauchen die Anfälle bei Stress auf. Selbst das Herausnehmen aus ihrer gewohnten Umgebung kann zu solchen Anfällen führen. Es wird hier aber auch unterschieden ob es sich um die Jungtierepilepsie handelt oder nicht. Bei der Jungtierepilepsie ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vererbung möglich. Daher sollten Sie solche Fälle dem Züchter schnell mitteilen, damit er die Zuchttiere schnellstens trennt und diese Linie nicht mehr weiter züchtet. Die Tiere fallen hier wie in eine Ohnmacht und bei Rücksetzen ins Aquarium regenerieren sie sich sehr schnell.

Renner können auch Harn- und Nierensteine bekommen. Hier ist auch ein Tierarztbesuch unabdingbar.

Abruptes Futterumstellen ist für die Mäuse keine gute Idee, sie reagieren gerne mit Durchfall darauf. Also immer langsam umstellen und nie zu viel Saftfutter.

E-Coli und Salmonellen kommen bei Rennmäusen ebenfalls vor. E-Coli ist dabei meist tödlich, wenn sie nicht behandelt wird. Also bei Durchfall schnell handeln.

Wurmerkrankungen sind meist auch tödlich bevor man sie erkennt. Daher dringend darauf achten ob die Tiere normal fressen und keine ungewöhnlichen Anzeichen zeigen.

Die schlimmste Erkrankung ist: Tyzzer
Diese Krankheit wird durch einen Bazillus ausgelöst. Dieser Bazillus ist bei jedem Tier vorhanden. Gerät alles durch Stress aus dem Gleichgewicht kommt es zu einer Vermehrung dieses Bazillus und Tyzzer bricht aus. Die Folge ist: Lethargie, Anorexie, struppiges Fell, Gewichtsverlust und der Tod des Tieres innerhalb von 48 bis 72 Stunden.

Verletzungen können sich die Mäuschen auch immer aneignen. Entweder durch Streitereien mit dem Artgenossen oder auch durch Käfiggegenstände. Kleine Wunden heilen von alleine, größere müssen behandelt werden. Ganz wichtig halten Sie die Mäuse niemals am Schwanz fest. Sie können dabei die Schwanzhaut einreißen und diese fällt dann ab. Die Maus wird sich wenn Sie nicht zum Tierarzt gehen den Schwanz selber abbeißen und muss danach ohne das Gleichgewichtsorgan leben. Sie kommt später damit klar, aber es muss bei richtiger Behandlung eben nicht sein.